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Wenn Geld zum Problem wird

Haben Sie Probleme, die mit Geld zu tun haben? Und belasten diese Probleme Sie sehr? Haben Sie das Gefühl, dass Ihnen das Wasser bis zum Kopf steht? Das muss nicht sein.

Für die allermeisten Menschen ist Geld die Nummer eins unter den Gründen für ihre Probleme im Leben. Diese Vormachtstellung liegt vor allem daran, dass viele Probleme erst dadurch entstehen, dass man nicht genug Geld hat. Menschen lassen sich scheiden, haben Streit, können ihre Rechnungen nicht zahlen, verlieren Haus und Hof und ziehen sogar vor Gericht, nur weil sie nicht genug Geld haben oder nicht richtig mit ihrem Geld umgehen.

Warum zahlen wir Geld für Waren und Dienstleistungen? Haben Sie sich das schon einmal gefragt? Warum gibt es Geld? Und warum legen wir so viel Wert auf Geld, warum wird die Beschaffung von Geld für so gut wie jeden erwachsenen Menschen zum zentralen Lebensinhalt?

Nun, diese Fragen können Sie sicher selber gut beantworten,  es ist aber wichtig und interessant, das Problem Geld einmal aus einer anderen Sichtweise zu betrachten. Die Frage ist also: warum zahlen wir Geld für Dinge?

Weil irgendjemand irgendwann einmal etwas haben wollte, was ein anderer besaß. Er hatte vielleicht eine Kuh, wollte aber Hühner haben. Er hat also das eine für das andere eingetauscht und so bekommen, was er wollte. Irgendwann hat dann jemand festgestellt, dass er nicht immer eine Kuh zum Handeln dabei haben würde, aber trotzdem weiter handeln wollte. Also hat man als Ersatz für reale und wertvolle Dinge das Geld erfunden, das als Mittel zum Tausch dienen soll. Nun ist ein buntes Stück Papier mit einer Zahl darauf an sich kein gerechter Tausch gegen einen Fernseher. Warum also hat es einen Wert? Weil schlicht irgendjemand irgendwo behauptet, es hätte diesen bestimmten Wert.

Die wichtige Erkenntnis hier ist, dass wir Geld haben müssen, weil irgendjemand irgendwo etwas haben wollte und nichts hatte, was er dagegen eintauschen konnte. Geld kann man nicht essen, Geld kann man nicht als Kleidung tragen und im Winter mit Geld zu heizen wäre äußerst töricht, denn es brennt nicht einmal gut. Geld zu haben, macht also nicht glücklich. Das Schöne am Leben sind Erfahrungen und Erlebnisse – oder einfach die Anwesenheit und Gesundheit derer, die einem wichtig sind. Die im Durchschnitt glücklichsten Menschen leben in den ärmsten Regionen der Erde, während bei uns im reichsten Teil der Welt die Selbstmordrate am höchsten ist.

Im allerschlimmsten Fall muss ein Mensch in Deutschland die Privatinsolvenz anmelden. Das ist ein bisschen Aufwand mit Formularen, aber es tut nicht einmal ein ganz kleines, winziges Stück weh. Und danach? Danach geht’s wieder aufwärts. Man bleibt krankenversichert, man wohnt in einer Wohnung, hat einen Fernseher, das Leben geht weiter. Vielleicht muss man sein Auto gegen ein kleineres, preiswerteres eintauschen. Wirklich, das ist das Schlimmste, was passieren kann.

Das wichtigste bei Geldproblemen ist, sich erst einmal darüber bewusst zu werden, dass einem nichts wirklich Schlimmes passiert ist oder droht. Ja, man muss wahrscheinlich für eine Weile kürzer treten. Umso mehr man sich aber Sorgen macht und sich ablenkt, desto schwerer wird es, wieder auf einen grünen Zweig zu kommen.

Wie Sie es schaffen Ihr Geld sinnvoll auszugeben

Wie Sie es schaffen Ihr Geld sinnvoll auszugeben

Als erstes sollten Sie eine Liste erstellen mit allem, was ihnen am Herzen liegt. Wie wichtig ist es ihnen z.B. Ihre Familie vor möglichen Unglücken zu schützen? Betreiben Sie ein Gewerbe, das Sie zum Erfolg führen wollen? Suchen Sie die Antworten auf diese und ähnliche Fragen und entscheiden Sie, ob Sie momentan Ihr Geld sinnvoll in diese Dinge investieren.

Jetzt schreiben Sie die Dinge auf, die Sie genießen. Wir geben sehr viel Geld für das aus, um unser Leben spannender und spaßiger zu machen. Identifizieren sie also die Dinge, die den Spaß in Ihr Leben bringen und stellen Sie fest, wie viel Geld Sie für diese Dinge ausgeben. Vermeiden Sie es Geld für Dinge auszugeben, die Sie nicht glücklich machen.

Als nächstes machen Sie eine Liste der Menschen, Dinge und Orte, die dazu beitragen, dass Sie Ihr Geld sinnlos ausgeben. Können Sie diese Faktoren identifizieren? Denken Sie darüber nach, für was Sie in den letzten Monaten Geld ausgegeben haben. Haben Sie schlechte finanzielle Entscheidungen getroffen? Was hat zu diesen Entscheidungen geführt? Wenn Sie Ihre Schwachstellen gefunden haben, können Sie es in Zukunft vermeiden, unüberlegt Geld auszugeben.
Wann haben Sie das letzte Mal eine Übersicht Ihrer monatlichen Rechnungen aufgestellt? Nehmen Sie sich etwas Zeit und gehen Sie Ihre Rechnungen gewissenhaft durch. Gibt es Ausgaben, die Ihnen vielleicht gar nicht bewusst waren? Stellen Sie eine Liste der fixen Ausgaben auf, die im nächsten Monat auf Sie zukommen. Dies mag Versicherungen, Miete, Ratenzahlungen oder ähnliches enthalten. Ist darunter etwas, das Sie nicht haben wollen oder nicht benötigen? Es kann gut sein, dass Sie noch für etwas zahlen, was Sie gar nicht mehr wollen. Zum Beispiel ein Zeitschriften-Abonnement oder eine Mitgliedschaft im Fitness-Studio. Wenn Sie allein solche unnützen Kosten loswerden, können Sie schon eine Menge Geld sparen.

Stellen Sie ein Budget auf. Das muss gar nicht kompliziert sein, ein grober Plan genügt. Verschaffen Sie sich eine Übersicht darüber, wie viel Sie im nächsten Monat einnehmen werden und überlegen Sie sich dann, wofür Sie wie viel Geld ausgeben wollen. Am besten beginnen Sie mit Steuern, Miete und anderen Fixkosten. Danach rechnen Sie Ihre Lebenshaltungskosten (z.B. Essen) und Ihre weiteren wichtigen Ausgaben ein. Was dann noch übrig bleibt, das verteilen Sie auf die Dinge, die Sie zwar kaufen möchten, die aber nicht so wichtig sind.
Halten Sie alle Käufe fest, auch wenn sie noch so klein sind. So verschaffen Sie sich ein Bewusstsein dafür, wie viel Sie ausgeben und wofür. Dafür kann man zum Beispiel gut ein Handy verwenden. Aber schon ein kleiner Block und ein Stift reichen aus. Machen Sie dies eine Woche lang und Sie werden überrascht sein, welche versteckten Ausgaben Ihnen gar nicht bewusst sind. Behalten Sie Ihr Konsumverhalten im Auge: verbessert es sich? Müssen Sie noch mehr sparen oder können Sie sich mehr leisten?

Wenn Sie viel mit Ihrer EC- oder Kreditkarte bezahlen, versuchen Sie doch einmal, eine Weile nur Bar zu bezahlen. Bei Kartenzahlungen verliert man leicht die Übersicht und gibt viel zu viel aus.