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Die richtigen Bremsbeläge wählen

Die richtigen Bremsbeläge wählen

Die meisten Menschen verschwenden nicht viele Gedanken an ihre Bremsen. Dabei ist die Bremsanlage in Ihrem Auto viel wichtiger als alle anderen Mechanismen oder Komponenten, denn sie schützen Sie im Notfall mehr als alles Andere.

Bremsen bestehen aus vielen Teilen die zusammen auf die Eingaben durch den Fahrer reagieren und das Fahrzeug verlangsamen oder stoppen. Ein sehr wichtiger Teil sind die Bremsbeläge, denn sie haben einen großen Einfluss auf die Bremskraft und somit auf die Länge des Bremsweges.

Aufgrund der vielen verschiedenen Arten von Fahrzeugen gibt es auch verschiedene Arten von Bremsen. Die Bremsbeläge sind dabei immer starken Kräften ausgesetzt und ständig hart am arbeiten. Generell lässt sich sagen, dass umso schneller ein Auto fährt, desto stärker werden die Bremsen beansprucht.

Was sind also die verschiedenen Arten von Bremsbelägen, die es am Markt zu kaufen gibt?

Metallisch

Ohne Zweifel ist dies die am weitesten verbreitete Kategorie von Bremsbelägen. Man findet sie an sehr vielen Fahrzeugen der unterschiedlichsten Art. Sie sind oft Mischungen aus ganz unterschiedlichen Metallen wie Kupfer, Eisen, Graphit oder Stahl, die durch spezielle Bindemittel zu massiven Bremsbelägen verschweißt werden.

Die Kosten sind natürlich immer ein wichtiger Faktor und diese Art von Bremsbeläge werden in Massen produziert, wodurch sie eine gute Lösung für den Massenmarkt sind. Metalle leiten sehr gut Hitze ab und haben genug Widerstandsfähigkeit um so gut wie jeden Typ Fahrzeug zum stehen zu bringen. Der Nachteil an metallischen Bremsbelägen ist, dass sie zu einer schnelleren Abnutzung anderer Teile der Bremsanlage führen können und deutlich schwerer sind als Bremsbeläge aus anderen Materialien.

Organisch

Früher waren Bremsbeläge aus Asbest. Der Vorteil war, dass es sehr viel Hitze aufnehmen kann, ohne die Funktion zu beeinträchtigen. Da Asbest-Staub jedoch sehr gesundheitsschädlich ist, ist man zu anderen Materialien über gegangen. Heutzutage benutzt man in der Natur vorkommende Stoffe wie Glas oder Gummi, weshalb keine gefährlichen Nebenprodukte entstehen. Ein weiteres Material, das sich für Bremsbeläge sehr gut eignet, ist Kevlar. Es absorbiert viel Hitze, erzeugt beim Abrieb aber keine gesundheitsgefährdenden Stoffe.

Der andere große Vorteil, den viele dieser Alternativen haben, ist dass sie weicher sind und deshalb beim Bremsen weniger Geräusche erzeugen als härtere Materialien.

Für welche Art von Fahrzeug eignen sich also organische Bremsbelägen? Da sie stärker verschleißen, benutzt man sie idealerweise an kleineren Autos, da zu schnelle oder zu schwere Fahrzeuge zu viel Abrieb erzeugen würden und so die Bremsbeläge nicht lange halten würden.

Keramik

Diese Bremsbeläge kosten ein kleines Vermögen. Dafür liefern sie aber eine unschlagbare Bremsleistung und Haltbarkeit, sind aber vor allem aufgrund ihres geringen Gewichts die im Motorsport und bei Sportwagen das Material der Wahl. Ihren Leistungsvorteil können sie aber im normalen Straßenverkehr nicht ausspielen. Wer aber auch mal auf der Rennstrecke fährt und es sich leisten kann, findet hier eine lohnende Investition.